Bauart2 Der Sperrholzschalenbau

Die Längsspantdiagonalbauweise ähnelt der Vollholzbauweise am meisten. Die Furniere werden über Längsspantleisten aufgeplankt. Erforderlich sind mindestens drei Lagen Furniere mit ca. 2mm Stärke, die in einem Winkel von 90° zueinander verlegt werden.
Die Formverleimung findet an einem festen Blockmodel (Positivmodel), über das die Furniere unter Druck geleimt werden, statt. Um den notwendigen Leimdruck zu erzeugen verwendet man verschiedene Verfahren (Sandsäcke, Keile und Streben, oder heute gebräuchlicher Vakuum).

Kunststoffbau

Fast alle GFK Yachten werden in einer Hohlform (Negativform oder Matrize) gebaut, also von außen nach innen. Seltener, meistens bei Eigenbauten, wird der Rumpf über einem Spantskelett (Positivform) auflaminiert. Diese Positiv- oder Negativformen bestehen meistens aus einem Stück. Nur bei größeren Schiffen ist die Form manchmal zweiteilig und die Rumpfhälften müssen später miteinander verbunden werden. Bei der Sandwichbauweise wird zwischen zwei Laminatlagen ein leichter Kern aus Balsaholz oder Hartschaum manchmal auch Carbon eingebracht. Diese Bauart ergibt ein extrem steifes Boot mit wesendlich weniger Gewicht.

 

 

Bau in einer Negativform

Um eine Negativform zu erhalten muss erst eine Positivform meist aus Holz gefertigt werden.
Über diese Positivform wird die Negativform aus GFK aufgebaut und nach dem Aushärten verstärkt. Eine Negativform kann sehr oft wieder verwendet werden und eignet sich daher ausgezeichnet zum Bau von Großserien. Die Form wird erst mit einem Trennmittel behandelt um den Rumpf später herausheben zu können. Dann wird das Gelcoat ( Deckschicht aus Harz ) aufgetragen. Gelcoat enthält Farbpigmente und bildet die Außenhaut des Bootes. Sobald das Gelcoat ausgehärtet ist kommt darauf eine Harzschicht in die Lage um Lage Glasfasermatten eingelegt werden. An Stellen mit großer Belastung werden zusätzliche Lagen einlaminiert. ( Kiel, Wanten etc. ) Auch hier gibt es mehrere Verfahren ( Hand auflege oder Faser - Spritzverfahren und das Depotverfahren weiters das Press-, Vakuum-, Vakuum- Injektion, und Rotations- Gussverfahren ).