Die vorgeschriebenen Ausweichmanöver sind rechtzeitig, entschlossen und möglichst so auszuführen, dass der Bug des anderen Fahrzeuges nicht gekreuzt wird. Eine Folge von geringen (nicht erkennbaren) Manövern ist zu vermeiden. Grundsätzlich muss das Fahrzeug, das nicht zum ausweichen verpflichtet ist, Kurs und Fahrt unverändert beibehalten. Doch es darf durch eigene Manöver ausweichen, wenn klar ist, dass der Ausweichpflichtige die Regeln nicht befolgt. (Manöver des letzten Augenblicks).

 

Entgegenkommender Verkehr
Beide müssen nach Steuerbord Kurs ändern
(Schallsignale müssen von Sportbooten nicht gegeben werden)

Kreuzende Kurse unter Motor
Wer von rechts kommt hat Wegerecht das Boot an der Backbordseite weicht nach Steuerbord aus.

Überholen unter Motor
Der Überholende hat sich frei zu halten, er geht Backbord vorbei, man bleibt solange auf Kurs, bis man klar passiert hat, dass heißt, durch etwaige Manöver, den soeben Überholten, nicht mehr behindert.

Kreuzende Kurse unter Segel
Wer von rechts kommt hat Wegerecht das Boot an der Backbordseite weicht nach Steuerbord aus.
Überholen unter Segel
Überholendes Segelschiff hat in Lee zu überholen um den Überholten nicht zu behindern
Ausweichen unter Segel
Ausweichpflichtig ist das Segelboot mit Wind von Backbord
Motor und Segelboot
Das Motorboot hat grundsätzlich auszuweichen (gilt auch für ein Handelsschiff gegenüber einer Segelyacht) es sei denn, der Segler ist der Überholende.
Das Frachtschiff ist in seiner Bewegungsfreiheit behindert, es kann nicht rechzeitig beiden ausweichen.